Praktische Vorlesetipps der Stiftung Lesen

Vorlesen öffnet Horizonte

"Das Land des Lesens ist ein geheimnisvoller, unendlicher Erdteil …" – das schrieb der große Erich Kästner in seiner Autobiografie "Als ich ein kleiner Junge war". Er selbst hatte in seiner Kindheit die Erfahrung gemacht, dass Bücher und Geschichten den Zugang zu anderen Welten und Zeiten, zu Menschen, Zauberwesen und Sagenfiguren, zu fremden Ländern und unglaublichen Abenteuern ermöglichen. Denn: "Aus Druckerschwärze entstehen Dinge, Menschen, Geister und Götter, die man sonst nicht sehen könnte." Seine Fantasie, seine nie endende Neugier und sein besonderes Verständnis für große und kleine Alltagsprobleme hat das beflügelt – und seine Geschichten dadurch zu Klassikern werden lassen.

 

Den Weg zu diesen wunderbaren Leseerfahrungen finden allerdings viele Kinder nicht allein. Sie brauchen Erwachsene, die ihnen vorlesen, mit ihnen Bilderbücher betrachten, über das Gelesene sprechen und ihre Fragen beantworten. Oder ganz einfach gesagt: Sie brauchen Erwachsene, die die eigene Freude an Büchern und Geschichten teilen möchten. Auf diese Weise werden Kinder spielerisch in ihrer Sprachentwicklung gefördert und gleichzeitig wird eine wichtige Grundlage für das Lesenlernen und den späteren Erfolg in der Schule geschaffen. Regelmäßiges Vorlesen wirkt sich auf den Wortschatz ebenso positiv aus wie auf Fantasie, Kreativität, Sachwissen und sogar das soziale Verhalten der Kinder, denn anhand von guten Geschichten werden ganz nebenbei auch noch Werte vermittelt. 

 

Eltern, die vorlesen, leisten einen zentralen Beitrag zu einer ganzheitlichen Erziehung ihrer Kinder. Sie fördern kognitive, emotionale und soziale Kompetenzen. Damit tragen sie dazu bei, dass Kinder und Jugendliche sich zu vielseitig interessierten, aktiven und offenen Menschen entwickeln.

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(Quelle: http://www.stiftunglesen.de)